Vor der Angst vor dem Nicht-Wissen zur kollektiven Heilung



Ich habe das Gefühl, dass ich mich, wie viele andere, lange bereits darauf innerlich vorbereitet habe, was nun im Aussen abgeht. Ein Bewusstseinsprozess, ein Sterbe - und Veränderungsprozess, den ich in den letzten vielen Monaten innerlich durchlebt habe, mit der Erfahrung von sehr viel Angst, Kontrollverlust. Eine dunkle Nacht, die mich tiefer ins Vertrauen und in die Hingabe und dadurch ins Jetzt gebracht hat. Auch in meiner Umgebung sah ich mehr und mehr Menschen, die mehr und mehr innehielten, Mut zur Veränderung aufbrauchten, mit dem Nicht-Wissen tanzten und ihre Komfortzone verliessen.


Corona heisst Krone. Durch das Krone-Energiezentrum enthalten wir Informationen, es ist unsere spirituelle Verbindung in verschiedene Ebenen, gleichzeitig auch Ort des Minds, des Verstandes, des Bewusstseins, wo wir kollektiv sehr viel Angst halten. Was ich wahrnehme, ist ein massives Erwachen des Bewusstseins und der Selbstermächtigung und gleichzeitig, weil wir in Dualität sind, ein Bewusstwerden von massiver kollektiver Angst, Unruhe und Getrennt-Sein. Angst ist die dominante Energie in unserem kollektiven Kronen-Bewusstsein und wird nun im Aussen gespiegelt und ablesbar. Was im Moment geschieht, wird uns sehr stark und nachhaltig verändern, als einzelne und als kollektives Feld. In den nächsten Jahren werden patriarchale Strunkturen mehr und mehr zerfallen. Wir erkennen das Kapatalismus in einem globalen Rahmen absolut nicht nachhaltig ist, nicht funktioniert. Er erzeugt Mangel und zwischenmenschliches und gesundheitliches Elend. Wir erkennen, was unser Glaube an ein Getrennt-Sein voneinander für einen Effekt auf jeden einzelnen Menschen, jedes Lebewesen hat. Im Moment kommt sehr viel an die Oberfläche, Angst, die nicht aus dem Jetzt entsteht, sondern mit der wir kollektiv bereits sehr lange unterwegs sind, spiegelt sich in unsere Realität.

Diese Umstände beherbergen so viele Erkenntnisse und Geschenke, wenn wir sie nicht gegen uns interpretieren, sondern als Einladungen hinzuschauen und hinzufühlen und erkennen wollen, was darunter verborgen liegt - Es sind Einladungen zur Heilung.


Eines der grössten Geschenke, welches ich im Moment sehe, ist es, als einzelne und als Kultur, lernen die Angst zu beeinhalten. Da sind viele verschiedene Art Aengste, die in unserem kollektiven Feld zirkulieren, aber an der Wurzel sehe ich die Angst vor dem Nicht-Wissen, was auch die Angst vor dem Tod ist. Genau diese Angst lässt uns festhalten, wo es lozulassen gilt, lässt uns weiterhin kontrollieren, wo es sich hinzugeben gäbe, wenn wir wirkliche Veränderung und Fülle für alle erfahren möchten.Wenn wir lernen das Nicht-Wissen, den Tod zu beeinhalten, können wir auch Veränderung erfahren und annehmen. Wir halten so stark an diesem materiellen Denken fest, als ob dies unsere einzige Möglichkeit wäre. Wenn wir loslassen, uns der Veränderung und dem Tod, der damit einhergeht, hingeben, werden wir wiedergeboren. Ein ständiger kreativer Prozess.Wir haben jetzt die Möglichkeit, den Tod mehr als einen Teil des Lebens anzunehmen, Loslassen und Veränderung wieder als Teil des Werden und Gehens zu begreifen und zu beeinhalten oder wir können weiterhin den Tod um jeden Preis vermeiden, was jedoch wahres Wachstum verhindert. Tod und Geburt sind verbunden, wir haben beide als Tore durchzugehen.


Wenn du sehr viel Angst erfährst im Moment, wende dich ihr zu. Bring die Angst in dein Herz und fühl sie und dann lass sie los. Wenn es für dich zu herausfordernd ist, die Angst zu fühlen, such dir Unterstützung. Oft fällt es leichter zu fühlen, wenn jemand Liebes, dir den Raum dafür hält. Fühle die Angst ohne sie zu interpretieren, weghaben zu wollen, zu kontrollieren. Lass sie auftauchen, gib ihr Raum im Körper. Vielleicht magst du dich dazu bewegen. Wenn Töne, Bewegungen kommen, lass sie geschehen.


Ein weiteres Geschenk kann die Erfahrung sein, zu sehen, wie wir verbunden sind. Einheit. Wir sehen es in diesem globalen Ereignis und gleichzeitig erkennen wir die massive Seperation und Isolation, die wir kreiert haben. Unsere Trennung von der Erde, voneinander und vom Spirituellen. Einheit ist sowohl im Energiezentrum der Krone, als auch im Herzen erkennbar. Einsamkeit ist die Idee, dass wir getrennt sind. Wo kannst du dich wiederverbinden, mit dir, mit der Erde, mit deinen Schwestern und Brüdern, mit Tieren, Pflanzen? Jetzt ist der Moment.


Das sich einlassen lernen auf die Stille ist ein weiteres mögliches Geschenk. Wir leben in einem kollektiven Feld, welches so Angst hat vor Stille und Ruhe. Wir wertschätzen das Tun mehr als das Sein. Wenn wir beginnen zu meditieren, still zu werden, wird es für die meisten sehr unbequem, wir spüren die Unruhe, die Spannung, die ständig schon da ist. Wenn wir uns jedoch erlauben, stiller zu werden, das, zur Ruhe zu kommen, praktizieren, kann so viel Heilung geschehen und vieles kann an seinen natürlichen Platz fallen. Nutze den Raum, um zu heilen, zu dir zu kommen, dem Nicht-Wissen zu lauschen. Dein Wert hat nichts damit zu tun, wieviel du leistest.

Wir haben jetzt die Chance, wieder unserer Herzenswünsche gewahr zu werden, erinnert an das pure Geschenk zu leben. Diese Zeit ist eine Einladung unserer Medizin, unserer Kraft zu vertrauen, unseren Gefühlen gewahr zu werden, sie anzuerkennen. Wir sind alles kreative Wesen, erlaube dir stiller zu werden und wahrzunehmen, was in dir für Funken leben. Dieser globale Lockdown ist eine Chance stiller zu werden, zu fühlen, was wirklich wesentlich ist, dich dir selber wieder neugierig näher zu kommen, dich üben hinzugeben, dich tiefer mit dem Herzen und deiner Wahrheit zu verbinden.


Hier ein paar praktische Tipps für deinen „Retreat zu Hause’’


Mach dir eine kleine Struktur für den Tag. Nicht eng, aber schaff dir bewusst Zeiten und Räume für Hellung und Selbstreflexion, für das Fühlen, um dich mit der Erde zu verbinden und dich zu nähren.


Richte dir Zeiten für Kommunikation ein, z.B. ein Telefongespräch, vielleicht immer zur gleichen Zeit sogar.

Kreier dir Zeit für Stille.

Nimm dir Zeit deinen Körper zu bewegen. Tanze intuitiv, bewege deinen Körper auf neue Art und Weise. Jogge im Wald, stretche deinen Körper, mach Yoga und ateme dazu tief ein und aus.


Nähre und verbinde dich mit deinem Köper, in dem du ihn mit Oel einmassierst. Praktiziere feste, tiefe Berührung deines Körpers während mindestens 10 Minuten. Dazu atme ruhig und tief. Diese Praxis entspannt sehr stark dein Nervensystem und lässt dich in deinem Körper weiter Platz nehmen.


Geh so oft wie möglich an die Sonne - auf den Balkon, Garten, in den Wald.


Ruhe und schlafe viel.


Iss nährende, erdende Lebensmittel. Wurzelgemüse, Smoothies, Tonics aus Wildkräutern, z.B. Brennessel. Vielleicht magst du dir vorkochen, dass du immer was zur Verfügung hast, was dich nährt. Vermeide Koffein (verstärkt Aengste), Weizen und Zucker, was das Nervensystem entlasten kann.


Such dir bewussten Kontakt. Kreier dir online oder auch physisch Kontakt, vielleicht auch täglich zur gleichen Zeit, wo ihr gemeinsam eincheckt. Teile dich mit, wie es dir geht, was du fühlst, was du brauchst. Jeder spricht 10 Minuten - der andere hört nur zu. Danach Stille und keine Diskussionen.


Fühle deinen Emotionen, gib ihnen Raum, tanze sie, schreie sie, weine sie, wenn sie stumm sind, bewege sie.Check immer wieder durch den Tag in dein Körpergespür ein. Scanne deinen Körper. Fühle deine Emotionen, dazu gehört auch das Wahrnehmen von Nicht-Fühlen.


Zum Schluss eine kleine Meditation, die du täglich, auch mehrmals anwenden kannst:


Schliesse die Augen Nimm einen langsamen tiefen Atemzug

Nimm dir eine heilige Pause Fühle die Fülle deines Atems Fühle wie du deinem Atem folgst und deinen Herzschlag spürst öffne deine Ohren und werde empfänglich für deine Wahrheit für deine Medizin für diesen Moment hier und jetzt

Bring deine Aufmerkamkeit in deine Umgebung Was hörst du, was riechst du? Hör deinem Körper zu Bemerke, wo du Enge im Körper spürst, Stress, Anspannung Nimm einen tiefen Atemzug und sende deinen Atem zu genau diesen Orten im Körper

Lass sie weicher werden, sich deinem Atem hingeben

Lasss deinen Körper wissen, dass es o.k ist, zu entspannen, zu dir heimzukommen, in die Präsenz und ins Vertrauen.

Mit einem weiteren tiefen Atemzug erlaube deinem Kopf leer zu werden.

Deine Stirn, der Ort zwischen deinen Augen, dein Kinn, alles entspannt sich, wird weicher. Sink in dein Becken und fühle den Boden unter dir Spür, wie sicher es sich anfühlt, in Präsenz zu sein, da zu sein, im Körper. In Präsenz können wir mehr fühlen, uns mehr hingeben,an das was ist.

Frage dich: Was brauche ich um in Ruhe und Zentrierung zu sein?

Atme wieder tief ein und lasse beim Ausatem los und gib einen Seufzer, ein Stöhnen, einen Schrei dazu. Vielleicht entsteht das Fliessen von Tränen, Töne aus deinem Bauch, aus deinem Herzen. Erlaube dir deine Emotionen auszudrücken. Erlaube dir alles, auszudrücken,was kommt, wenn du wirklich loslässt.


Alles ist gut!


Ich umarme dich von Herzen

Nicole Rose